Simon Reinartz: De Jecke trecke dörch d'r Brand!

14.02.2026 - Am 15. Februar wird der 54. Brander Karnevalszug durch den Stadtbezirk ziehen. Motto des Zuges: „Ob mit, ob ohne Handicap - in Brand sind wir gemeinsam jeck!“ - seit Jahren identisch mit dem Motto der Karnevalssammlung. Der närrische Lindwurm im Stadtbezirk Brand wird seit der ersten Stunde von den Brander Unterbähnern organisiert und durchgeführt. Im Gespräch mit oche-alaaf.com blickt Simon Reinartz, Vorsitzender der Brander Unterbähner, hinter die Kulissen des Sessionshöhepunkts im Stadtbezirk.

Seit mehr als 50 Jahren zieht der Karnevalsumzug durch den Stadtbezirk. Wie bewerten Sie die Wichtigkeit für Brand?

Simon Reinartz: Er ist ein unverzichtbarer Höhepunkt und mit ihm schließen wir am Tulpensonntag unsere jeweilige Karnevalssession ab. Er ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir in unserem Stadtbezirk unabhängig Karneval feiern. Im Schnitt 50 bis 60 teilnehmende Gruppen bei knapp 20.000 Einwohners sprechen eine deutliche Sprache. Es nehmen pro Umzug, mit ca. 15 Fahrzeugen und der Rest Fußgruppen, je zwischen zehn und 300 Personen. Das höchste für eine Einzelgruppe waren 450 Teilnehmer der Gesamtschule Brand. Das alles spricht für die Wertigkeit unseres Umzuges, einer der größten in einem Aachener Stadtbezirk.

Was ist für Sie, als Vorsitzender der Brander Unterbähner und gleichzeitig Veranstalter, das Besondere am hiesigen Karnevalsumzug?

Simon Reinartz: Ganz klar die Tatsache, dass die Teilnahme für alle kostenfrei ist. Es werden keine Teilnahmegebühren erhoben. Die einzigen Kosten für die Teilnehmer verursachen sie selbst: z.B. Bau des Umzugswagen, Zugmaschinen, Kostüme und Wurfmaterial. Die Kosten für die Durchführung des Umzuges werden durch die Unterbähner, Mitgliedsbeiträge und durch Sponsoren gedeckt. Unterstützung kommt vom Bezirksamt, Bürgeramt und durch die Bezirksvertretung. Die Vorbereitung und Durchführung durch die Unterbähner sind ehrenamtlich.

Gibt es für den Brander Karnevalsumzug auch ein Sicherheitskonzept?

Simon Reinartz: Das Sicherheitskonzept wird von der Stadt Aachen vorgeschrieben und wir sind in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden. Wir arbeiten eng zusammen mit der Polizei und die DLRG unterstützt uns u.a. bei der Sperrung der Straßen. Die Großkreuzungen werden während des Umzuges durch Großfahrzeuge abgesichert und gesperrt. Hier hilft die DLRG mit ihrem Fuhrpark. Wenn vonnöten können wir jederzeit nachsteuern. Als Sanitätsdienst haben die Johanniter an unserer Seite.
Als Alleinstellungsmerkmal organisieren die Unterbähner, verantwortlich ist Dieter Schaefer, seit mehr als fünfzig Jahren die Straßensammlung während des Umzuges.

Simon Reinartz: Die Straßensammlung hat für uns Priorität. Seit Beginn der Sammlung Anfang der 1970er Jahren konnten mehr als eine Million Euro gesammelt werden. Die Spendengelder verbleiben meist in unserem Stadtbezirk und werden caritativ eingesetzt. Die diesjährige Schirmherrin ist Dr. Rita Breuer, Vorsitzende der Ersten Großen Brander KG. Das Motto der diesjährigen Sammelaktion lautet: „Ob mit, ob ohne Handicap - in Brand sind wir gemeinsam jeck!“ Der Erlös fließt an das Heinrich-Sommer-Haus, die Prodia Werkstatt und die inklusive Gesamtschule Brand.

Der 54. Karnevalsumzug durch Brand…

Simon Reinartz: …findet am Tulpensonntag, 15. Februar, ab 14.11 Uhr, statt. Der Zugweg: Eckenerstraße (Aufstellung), Richard-Wagner-Straße, Kolpingstraße, Freunder Landstraße, Schroufstraße, Am Reulert, Georgstraße, Schroufstraße, Freunder Landstraße, Trierer Straße, Hochstraße, Niederforstbacher Straße, Wolferskaul (Auflösung).



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