Reiner I. Pick (Prinz im Lichterbuscher Dreigestirn 2010)

Reiner Pick durfte sich seinen Kindheitstraum erfüllen und ist und  ist bis zum 12. Februar Prinz im Lichtenbuscher Dreigestirn.  Seit der Proklbis zuamation des Dreigestirns am 23. Januar 2010 bis zur Verabschiedung am 12. Februar 2011, führen er, Jungfrau Helmut „Helmi" Kratzke und Bauer Roland Retz die Lichtenbuscher Jecken an.


Herr Pick, Sie konnten sich Ihren Kindheitstraum erfüllen. Wie ist es denn, einmal Prinz im Lichtenbuscher Dreigestirn zu sein?

Es war schon von Kindesbeinen an mein Traum, einmal Prinz zu sein. Ich bin früher mit meinem Vater nach Aachen zum Rosenmontagszug gegangen und das war für mich immer großartig. Im Jahr 2002 war ich Jungfrau im Lichtenbuscher Dreigestirn und habe schon damals gesagt, dass mein Ziel einmal die Prinzenwürde im Lichtenbuscher Dreigestirn ist. Es ist eine wunderschöne Sache. Vor allem dann, wir Du in einem tollen Dreigestirn wie ich - mit Helmut und Roland - die Session genießen kannst.

Was ist das Besondere für Dich, im Lichtenbuscher Dreigestirn im jecksten Dorf Europas Karneval zu feiern?

Bei uns im Dorf und im Verein legen die Menschen großen Wert auf Vereinstätigkeit und Miteinander und man merkt, wie der ganze Verein wie eine Wand hinter seinem Dreigestirn steht, die Prinzenlieder mitsingt und gemeinsam eine gute Zeit hat. Es ist für mich sehr gut, in einem Dreigestirn und mit unserem Verein im Rampenlicht zu stehen als Prinz alleine.

Dreigestirne in Lichtenbusch habe eine dreigeteilte Regierungszeit: von der Proklamation bis Aschermittwoch, um den Elften im Elften herum und von Anfang Januar des Folgejahres bis drei Wochen vor Karneval, wenn das neue Dreigestirn inthronisiert wird. Wie bewerten Sie das?

Weil man bei uns erst drei Wochen vor Karneval aus dem Sack springt, hat man natürlich eine sehr kurze Prinzregentschaft in der eigentlichen Session. Weil man im Vorfeld viel organisieren muss, was dadurch erschwert wird, dass alles hochgeheim ist, freut man sich auf die Zeit bis zum Karnevalsdienstag und genießt die Zeit in vollen Zügen. Wenn man sich am Karnevalsdienstag erstmals verabschiedet und am Elften im Elften wieder in sein Ornat springen muss, ist es schon ungewohnt, weil viele sich einfach schon auf das neue Dreigestirn, welches aber noch nicht bekannt ist, konzentrieren. Für mich war das aber kein Problem, weil bei uns im Dreigestirn alles aus dem Herzen kommt. Wir genießen unsere Auftritte bis zum letzten Tag, bis zur letzten Sekunde.

Eine Besonderheit in Lichtenbusch ist, das die Zusammensetzung des neuen Dreigestirns geheim gehalten und das Geheimnis erst kurz vor der Proklamation gelüftet wird. Das designierte Dreigestirn wird in Säcken auf die Bühne gebracht.

Das ist unbeschreiblich und das schönste Gefühl während der gesamten Session. Das Dreigestirn zieht sich, während der Gala-Sitzung, rund eine Stunde vor der Proklamation um. Man steigt in die Säcke und wird in den Saal gebracht. Mit einer besonderen Musik, die man sich selber ausgesucht hat, marschiert man, in Säcke gehüllt, in den vollbesetzten Saal. Die Spannung bei dir selbst und beim Publikum steigt bis ins Unermässliche und man hört das Publikum skandieren und johlen - das ist unglaublich, dass muss man erlebt haben. Der Höhepunkt ist dann die Proklamation.

Haben Sie schon jetzt eine Träne im Augenwinkel?

Doch habe ich, dass muss ich schon sagen. Der Karnevalsdienstag, als wir für die erste  Zeit verabschiedet wurden, war sehr traurig. Ich denke, wenn wir kurz vor der Proklamation am 12. Februar 2011 endgültig verabschiedet werden, müssen wir uns wohl das ein oder andere Tränchen verdrücken.

Was nehmen Sie aus Ihrer Zeit als Prinz in Lichtenbusch mit?

Die Geselligkeit und das Miteinander in unserem Verein und die Begeisterungsfähigkeit der Lichtenbuscher und der Vereinsmitglieder, die hinter ihrem Dreigestirn stehen. Natürlich auch die anderen Karnevalsvereine und Karnevalisten, die wir während unserer Zeit kennen- und schätzen gelernt haben. Ich kann es nur jedem empfehlen, der gesellig ist, einmal Prinz, Jungfrau oder Bauer im Karneval zu werden.

Bleiben Sie auch nach Ihrer Prinzenzeit dem Karneval in Lichtenbusch erhalten?

Ich werde in jedem Fall meine Vereinstätigkeit fortführen. Zurzeit bin ich 2. Kassierer bei der KG, werde mich da weiter einbringen und den Verein weiter unterstützen. Und außerdem sollte man in seinem närrischen Leben alle drei Figuren im Dreigestirn mal gemacht  haben. Bei mir steht der Bauer noch aus.



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