Horst Wollgarten - Ehrenmitglied und Ex-Präsident des AKV

Horst Wollgarten war drei Jahre Präsident des Aachener Karnevals Vereins (AKV) und hat dem Verein mit Gloria von Thun und Taxis, Mario Adorf und Dr. Jürgen Rüttgers drei großartige Ordensritter beschert. Nun ist er von Bord gegangen. Oche-alaaf.com sprach am Rande der Mitgliederversammlung mit demehemaligen AKV-Präsidenten.


Auf der gestrigen Mitgliederversammlung ist eine Ära zu Ende gegangen. Sie standen für eine Wieder als Präsident des AKV nicht mehr zur Verfügung. Wie fühlen Sie sich?

Wie heißt es so schön: zwei Tränen. Eine glückliche Träne, weil natürlich auf der einen Seite eine große Verantwortung weniger geworden ist. Ich habe noch einen kleinen Beruf auszuüben, nämlich mein Beratungsbüro, und auch meine Familie hat in den letzten drei Jahren wenig von mir gehabt. Aber das ist nicht so entscheidend, weil es war ja vor meiner Wahl mit der Familie abgesprochen war. Das berufliche Umfeld ist schon sehr sehr wichtig. Der andere Bereich ist natürlich, dass es etwas traurig macht, da man dieses Amt, weil man es gerne gemacht hat, aufgibt. Ich bin davon überzeugt, dass es im guten Sinne weitergeht.

Sie wirkten bei Ihrem Rechenschaftsbericht gelöst? Froh, dass es vorbei ist?

Nein, an und für sich bin ich fast immer gelöst. Was die Anspannung betrifft, die habe ich mehr, wenn es zur Festsitzung oder so weiter ging, obwohl ich da auch beim letzten Mal schon etwas gelöster war. Ich habe versucht sehr authentisch vorzutragen, wie das Jahr 2009/2010 war und ich denke, das die Mitglieder das auch verstanden haben. Hinsichtlich der Kapitalgesellschaft ist es mir und auch dem neuen Präsidenten sehr wichtig, dass wir die Mitglieder mitnehmen, das sie es verstehen und auch dann entscheiden, wir wollen eine GmbH.

Haben Sie während Ihrer dreijährigen Amtzeit Akzente setzte können?

Das überlasse ich dem Betrachter von außen und von innen. Was sagt immer Helmut Kohl: „Ich glaube, dass ich meine Pflicht getan habe und ich würde mir sehr wünschen, das ich das ein oder andere im positiven Sinne als Mehrwert hinterlassen habe. Und es ist wichtig, dass man die eigenen Spuren hinterlässt.

In welcher Verfassung haben Sie den AKV an den neuen Präsidenten Dr. Werner Pfeil übergeben?

Also ich denke in einer sehr guten Verfassung, sowohl was das wirtschaftlich-finanzielle betrifft, dass hat unser Schatzmeister vorgetragen. Der zweite Punkt ist, man sollte überlegen, wo ich vor drei Jahren begonnen habe, wie es da ausschaute, von den Sponsoren, von der Rittersituation, das hat sich nun, denke ich mal, um einiges verbessert in den letzten Jahren. Wir haben einen 5-Jahres-Vertrag wieder mit dem Fernsehen, was mehr als wichtig ist, da habe ich fast zwölf Monate für gekämpft. Wir haben gute Veranstaltungen jetzt organisiert. Wir haben eine Festsitzung, die wirklich wieder sehr angenommen wird, die vor allen Dingen außerhalb von Aachen in der Öffentlichkeit wieder bewusster wahrgenommen wird. Darüber freue ich mich sehr. Also ich glaube ein gut bestelltes Feld.

Was spricht für den neuen Ordensritter von Guttenberg?

Ich sag es relativ einfach: Ein Ordensritter muss bekannt, beliebt und für den Orden entsprechend da sein. Alle drei Faktoren treffen auf den Verteidigungsminister zu. Er ist wirklich eine markante Persönlichkeit, sympathisch, authentisch, in seiner Art und Weise ehrlich, dass spüren die Menschen. Nicht zuletzt ist er deshalb auf Nummer 2 der Beliebtheitsskala und das als Verteidigungsminister - das darf man nicht vergessen. Er wird vielleicht auch die jüngere Generation ansprechen, weil er AC/DC mag, er mag Lady Gaga, er war Disc-Jockey, er spielt Klavier, er liebt klassische Musik, er hat Humor und zwar ganz viel Humor - also wenn das keine Kriterien sind. Von daher sind wir sehr froh, dass er zugesagt hat.

Und es ist Ihr Abschiedsgeschenk an den AKV?

Wenn Sie das so sehen wollen, aber ich spreche immer in der Wir-Form!     



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