Dieter Schäfer – neuer Vorsitzender der „Brander Unterbähner“

Wachwechsel bei den „Brander Unterbähnern". Dieter Schäfer ist neuer Vorsitzender des „Vereins für Straßenkarneval und Karnevalszug Brander Unterbähner e.V.". Er löst damit Detlef Sistenich ab, der nach fünfjähriger Amtszeit für eine Wiederwahl aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. www.oche-alaaf.com sprach mit dem 58-jährigen Elektromeister über den Ist-Zustand bei den „Brander Unterbähnern" und die Perspektiven des Vereins, der in der Session 2011/2012 seinen 4 x 11. Geburtstag feiern wird.



Welchen Stellenwert nimmt in Ihrem Leben der Karneval ein?

In meiner Freizeit steht Karneval an erster Stelle, noch vor dem Wandern, was meine große Leidenschaft ist. Hier kann ich gut abschalten, komme aber auf meinen Wanderungen mit vielen Menschen ins Gespräch, was mir wichtig ist. Karneval ist eines meiner größten Hobbys geworden. Ich bin sehr schnell nach meinem Eintritt bei den „Brander Unterbähnern" im Jahr 2007 im geschäftsführenden Vorstand Kassierer geworden und vor einigen Wochen dann zum Vorsitzenden der „Unterbähner" gewählt worden.

Was war für Sie der Beweggrund, sich der Wahl zum Vorsitzenden zu stellen?

Warum tut man sich das an? Wir standen vor der schwierigen Entscheidung, wer Detlef Sistenich als Vorsitzenden folgen würde. Wir haben uns da sehr schwer getan, da sich nach Vater und Sohn Sistenich wohl niemand traute, in die großen Fußstapfen zu treten. Nach Beratungen im Vorstand und nach eigener Überlegung, wollte ich, dass die Geschichte der „Unterbähner" fortgeschrieben wird. So habe ich Verantwortung übernommen und mich zur Wahl gestellt. Auch, weil ich mir die Präsenz in der Öffentlichkeit mit Auftreten vor Publikum zutraue. Ich bringe die Erfahrung aus meiner langjährigen Tätigkeit als  Betriebsratsvorsitzender mit, da sind mir Berührungsängste fern. Ich bin offen für Neues und freue mich auf die Aufgabe.

Sie sind einstimmig gewählt worden. Klingt nach einer großer Portion Vertrauen, die Ihnen die Mitglieder entgegen bringen?

Ich sehe das so. Die Zustimmung habe ich dankbar entgegen genommen und der Rest wird sich zeigen. Nach der Session ist ja vor der Session und schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die Session 2010/2011 an. Verträge müssen geschlossen werden, Vereinbarung sind zu treffen und die Organisation muss koordiniert werden. Unser größtes Kind ist ja der Karnevalsumzug am Tulpensonntag, der so bleiben soll, die Fettdonnerstagssitzung im Festzelt auf dem Marktplatz, die zurzeit unser Sorgenkind  ist.

Mit welchem Anspruch haben Sie Ihr Amt angetreten?

Ich sehe uns als Team! Ich bin kein Präsidialpräsident, sondern ich bin ein Vorsitzender und verstehe den Vorstand als Team und versuche auch jeden einzelnen dahin gehend zu motivieren, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und mit Spaß und Freunde den Stellenwert der  „Brander Unterbähner" zu festigen und auszubauen. Wir sind ein Freundschaftskreis, der in die nächste Generation gekommen ist, und ich möchte, dass sich die Mitglieder voll für die „Unterbähner" begeistern können.   

Aus welchen Gründen nennen Sie die Fettdonnerstagsfete nach drei erfolgreichen Veranstaltungen Ihr Sorgenkind?

Die Veranstaltung im Festzelt am Fettdonnerstag ist sehr arbeitsintensiv und für uns ein absoluter Kraftakt. Zeltaufbau und eigene Bewirtung - dies sind wir als „Unterbähner" für eine Eintagesveranstaltung alleine nicht mehr zu leisten imstande, weil der immense Arbeitsaufwand auch viel von unserer Energie wegnimmt, die wir z.B. für den Karnevalsumzug benötigen. So mussten wir in diesem Jahr bis kurz vor Öffnung des Zeltes noch viele Arbeiten, bedingt durch den Wintereinbruch mit Schnee und Eis, erledigen und konnten dann erst kurz vor Beginn den Festgästen Einlass gewähren. Ideal wäre, wenn auf dem Marktplatz schon ein Zelt stünde und wir es am Fettdonnerstag nutzen könnten. Hier laufen Überlegungen und stehen Gespräche an, die zu einer für den Brander Karneval praktikable Lösung führen sollen.

In welcher Verfassung hat der neue Vorstand den Verein übernommen?

Wir haben einen gesunden, gutsituierten Verein übernommen, der von Detlef Sistenich und dem alten Vorstand hervorragend geführt wurde. Wir führen erfolgreich Veranstaltungen durch und wir sind mit über 350 Mitgliedern der mitgliederstärkste Karnevalsverein in unserem Stadtteil. Ich möchte an dieser Stelle auch Werbung in eigener Sache machen: mit überschaubaren 18 Euro Jahresbeitrag ist die Mitgliedschaft bei der „Unterbähnern" eine preisliche Alternativ und wir laden herzlich ein, bei uns mitzumachen. Ob passiv oder aktiv ist jedem selbst überlassen. Wir sind stolz darauf, dass wir die Höhe des Beitrages über Jahre hinweg haben stabil halten können.

Wie sehen die Planungen für die künftigen Wege der „Unterbähner" aus?

Wie schon erwähnt, ist unsere größte „Baustelle" unsere Veranstaltung am Fettdonnerstag im Festzelt, an der wir zurzeit arbeiten. Unsere etablierten Veranstaltungen wie das Sommerfest, unser Oktoberfest, der Karnevalsumzug und der Dämmerschoppen werden mit gleichem Elan und Engagement wie bisher durchgeführt. Auch bei unseren etablierten Events werden Überlegungen angestrengt, ab der Session 2011/2012 hier und da neue Wege zu gehen und neue Akzente zu setzen. Hinzu kommt, dass viele unserer Mitglieder in privaten Wagenbaugruppen aktiv sind, die beim Umzug 2011 neue Wagen präsentieren werden. Natürlich wird auch unsere sehr erfolgreiche Sammelaktion zugunsten karitativer und sozialer Zwecke weiterhin durchgeführt. Außerdem feiern wir in der Session 2011/2012 unser 4 x 11-jähriges Jubiläum, welches wir mit einer großen Jubiläums-Gala, am 18. November 2011, ab 20.00 Uhr, im Ellerhof, Freunder Landstrasse 8, und mit einer Matinee im Januar 2012 feiern werden. Hierfür sind die Vorbereitungen schon angelaufen.



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