Gitta Haller

„Et Gitta met d'r Quetschbüll" ist die Ikone des Öcher Fastelovvends. Seit vielen Jahrzehnten gehört Gitta Haller zum Aachener Karneval wie der Dom und das Rathaus zur alten Kaiserstadt. Wenn sie mit ihrem kreisrunden Strohhut behütet und mit ihrem Quetschbüll auf der Bühne erscheint, gibt es kein Halten mehr, denn die Grand Dame begeistert durch urwüchsige Lieder und Ammeröllchen in Öcher Platt ihr Publikum. Für ihr Engagement um die Aachener Mundart wurde die Ehrenmarketenderin der Stadtgarde Oecher Penn u.a. mit dem Thouet-Mundartpreis ausgezeichnet.

Auch mit über 80 Jahren steht Gitta Haller auf den Brettern, die für sie die Welt bedeuten. So ist sie bei den Seniorensitzungen des Sozialamtes der Stadt Aachen im Eurogress auf der Bühne Stammgast, ist bei der Mullefluppetpreisverleihung und bei den närrischen Sitzungen im Öcher Schängchen, der städtischen Puppenbühnen, aktiv. Apropos Schängchen: Gitta Haller war auch einer Premiere der besonderen Art beteiligt. Gemeinsam mit Manfred Birmanns, Hubert Krott und Wendelin Haverkamp lieh sie den Puppen beim 1. Öcher Stockpuppen-Kabarett ihre Stimme.

Geboren wurde Gitta Haller 1928 in dem Haus am Aachener Marktplatz, im dem das Restaurant „Die goldene Kette" beheimatet ist. Mit fünf Jahren trat sie das erste Mal gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren drei Schwestern auf. Danach durchkreuzte die junge Gitta Haller als Opern- und Musicalsängerin ganz Deutschland, war ab 1960 Mitglied des Domgrafenensembles. In den 70er Jahren folgte dann der Einstieg in den Öcher Fastelovvend, der sie bis heute nicht los ließ.

Gitta Haller ist ein unverwüstliches Stück Aachener Geschichte - nicht nur dann, wenn sie mit Strohhut und Quetschbüll auf einer Öcher Bühner erscheint. 



Foto: Gerd Simons



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